Gestern haben wir uns hier im Blog mit dem Prinzip „Show, don’t tell“ beschäftigt – einer der bekanntesten Tipps im kreativen Schreiben. Dabei geht es darum, Leser:innen Situationen, Gefühle und Figuren nicht einfach zu erklären, sondern erlebbar zu machen. Statt also zu schreiben „Sie war traurig“, können wir die Traurigkeit durch Gesten, Handlungen oder Bilder zeigen: „Sie starrte minutenlang auf den Boden, während ihre Finger das Taschentuch zerknüllten.“
Schlagwort: Schreibstil verbessern
Show, don’t tell – richtig einsetzen und bewusst brechen
Kaum ein Tipp taucht in Schreibratgebern so oft auf wie dieser: „Show, don’t tell.“ Gemeint ist damit, dass Autor:innen ihren Leser:innen Gefühle, Situationen oder Eigenschaften nicht einfach erklären sollen, sondern sie erlebbar machen. Statt „Anna war traurig“ heißt es dann zum Beispiel: „Anna starrte minutenlang auf den Boden, ihre Hände krampften sich fest in das Taschentuch.“ Durch konkrete Bilder entsteht Nähe – Leser:innen fühlen mit, statt nur informiert zu werden.