Mystische Sagenlandschaft

Warum alte Sagen heute noch faszinieren – Ausschreibung für Literaturprojekt

Hinter jeder Sage steckt ein Funken Wahrheit – so sagt man. Vielleicht ein Naturphänomen, das sich niemand erklären konnte. Vielleicht ein historisches Ereignis, das in den Erzählungen überhöht wurde. Oder einfach eine Geschichte, die in langen Winternächten weitergegeben wurde, bis sie zu einem Mythos heranwuchs.

Und: Alte Sagen üben bis heute eine große Faszination aus. Sie sind nicht nur ein Teil unseres kulturellen Erbes, sondern auch Spiegel der Sehnsüchte, Ängste und Werte vergangener Generationen. In ihren Geschichten steckt die ganze Bandbreite menschlicher Erfahrungen: Mut und Verrat, Liebe und Verlust, Gier und Hoffnung. Gerade diese zeitlosen Themen machen Sagen auch für moderne Leser:innen spannend und aktuell.

Cover-Design für die Anthologie 'Sagenhaftes – Alte Sagen neu erzählt', zeigt drei Buchcover auf dunklem Hintergrund mit dem Titel 'Alte Sagen neu erzählt!'

Zugleich bewahren sie eine geheimnisvolle Aura. In ihnen tauchen Gestalten auf, die zwischen Realität und Fantasie stehen – Geister, Hexen, Riesen oder Naturwesen. Sie erzählen von unerklärlichen Ereignissen und rätselhaften Orten und öffnen damit Türen in Welten, die uns auch heute noch zum Staunen bringen.

Hinzu kommt ihre Wandlungsfähigkeit: Jede Generation kann alte Mythen neu deuten, sie in moderner Sprache erzählen und ihnen eine frische Perspektive geben. So bleiben Sagen lebendig, weil sie immer wieder neu interpretiert werden und zugleich ihre Wurzeln in der Vergangenheit behalten. Alte Sagen faszinieren also, weil sie Brücken schlagen – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fantasie, Mensch und Mythos.

Mit „Sagenhaftes – Alte Sagen neu erzählt (Band 4)“ möchte Papierfresserchens MTM-Verlag diese uralten Stoffe erneut zum Leben erwecken. Gesucht werden Texte, die bekannte Legenden aufgreifen und in neuer Sprache und Perspektive erzählen. Vielleicht schreibst du vom Schatz, der im Berg verborgen ist, oder von Geistern, die nachts durch die Wälder ziehen. Vielleicht erzählst du die Geschichte einer Hexe, die in Wahrheit eine Heldin war, oder eines Helden, der am Ende selbst zum Ungeheuer wurde.

Die Anthologie sammelt Texte, die alte Sagenstoffe, vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum, aufgreifen und ihnen ein neues literarisches Gewand verleihen. Ob atmosphärische Nacherzählung, kreative Erweiterung oder überraschende Neuinterpretation – gesucht sind Geschichten, die die Fantasie beflügeln und zugleich den Kern der alten Sagen bewahren.

Dabei darf es mystisch, geheimnisvoll, düster oder märchenhaft zugehen. Willkommen sind klassische Formen ebenso wie moderne Varianten, die mit Sprache und Perspektive spielen. Das Ziel ist, ein literarisches Kaleidoskop zu erschaffen, das zeigt, wie lebendig alte Sagen noch heute sind. Das Ganze ist übrigens auch ein schönes Projekt für Schulklassen, an dem man zum Thema Sagen arbeiten kann. Oder für Schreib- und Literaturgruppe.

Teilnahmebedingungen:

Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2025
Umfang der Texte: bis 12.000 Zeichen
Teilnahme ist ab 16 Jahren möglich. Sollte sich eine Schulklasse für das Projekt interessieren, so dürfen die Schreibenden selbstverständlich auch jünger sein.
Illustrationen sind im jpeg-Format möglich, maximal zwei pro Beitrag.
Das Erscheinen ist für Ende 2025 geplant.

„Sagenhaftes – Band 4“ ist damit eine Einladung, die Schätze vergangener Zeiten neu zu heben. Jede Geschichte wird Teil einer Sammlung, die zeigt: Sagen sind keine Relikte, sondern Quellen lebendiger Fantasie.

Wer sich inspirieren lassen möchte, wirft einen Blick in die ersten drei Bände, die es über den Buchhandel, Amazon und natürlich den Verlag zu beziehen gibt. Weitere Infos gibt es hier: https://www.papierfresserchen.eu/anthologie-reihen/sagenhaftes/

Bild mit Büchern und Kopfhörern